Freihandelsabkommen o.k.?

ttip-1345714_1280Eigentlich sollte ich es gut finden, wenn unsere Wirtschaftsvertreter und ein ehemaliger Schuldeneintreiber – sprich Finanzminister – sich pro EU, TTIP oder CETA äußern. Es ist nicht verwunderlich, dass alle Staaten heute in dieser Schuldenspirale stecken, denn diese Organisationen und deren Bedienstete haben einen großen Anteil daran, dass es so ist.

Wenn man sich den ach so großen Wohlstand anschaut, den wir hier in Vorarlberg vordergründig haben, dann sollte man bedenken, dass ein Gutteil dieses Wohlstands zum einen über Schulden finanziert ist, und zum anderen zulasten der wirklich armen Menschen dieser Welt geht. Unser Wohlstand findet auf dem Rücken der Armen und Ärmsten dieser Welt statt. Jeden Tag verhungern Tausende Kinder.

Jean Ziegler sagt, dass wir alle einen großen Anteil an der Schuld an diesem Hungertod tragen. Es nützt nichts, die Argumente gegen diese Freihandelsabkommen darzulegen, denn so lange es in der Politik immer nur um Arbeitsplätze geht, damit die Menschen in Knechtschaft gehalten werden können, so lange wird es solche Abkommen geben.

Erst wenn wir lernen, dass jeder Mensch ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben und somit auf ein Grundeinkommen hat, erst dann werden wir aufhören, anderen etwas wegzunehmen und uns kooperativ verhalten. Erst dann haben wir echten Wohlstand.

Thomas Cassan


Auch als Leserbrief in den „Vorarlberger Nachrichten“ vom 19.9.2016

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