Propaganda_03

Manipulation durch Massenmedien

Aus unserer Zeitung Wir Vorarlberger | Ausgabe 03 | März 2014

„Der Begriff Manipulation (lat. für Handgriff, Kunstgriff) bedeutet im eigentlichen Sinne „Handhabung“ und wird in der Technik auch so verwendet. Darüber hinaus ist Manipulation auch ein Begriff aus der Psychologie, Soziologie und Politik und bedeutet die gezielte und verdeckte Einflussnahme, also sämtliche Prozesse, welche auf eine Steuerung des Erlebens und Verhaltens von Einzelnen und Gruppen zielen und diesen verborgen bleiben sollen (Camouflage, Propaganda). Abzugrenzen sind der Vorgang der Manipulation und seine Alltagserscheinungen von der psychologischen Methode der experimentellen Manipulation. In seiner ursprünglichen Bedeutung „Handgriff“ steht Manipulation in der manuellen Medizin für eine Reihe von mit der Hand durchgeführten Techniken, die dem Lösen einer Blockierung dienen.“
Quelle: Wikipedia

Dees_TV_Brainwash1_germanWenn unsere Presseorgane in den letzten Jahren wirklich journalistisch sauber recherchiert hätten, hätten die Überschriften vielleicht so gelautet: „Irak – keine Massenvernichtungwaffen vorhanden – Kriegsgrund entfällt“, „Bush und Blair als Lügner entlarvt und angeklagt“, „9/11 war ein Staatsstreich der eigenen Regierung“, „EU-Kommission – Willkürdiktatur“, „EU – Faschismus im Zeichen des Freihandels“ und so weiter. Was hätten diese Schlagzeilen zur Folge gehabt? Dass die Menschen ein völlig anderes Geschichtsbild bekommen hätten und dass sie bei den Wahlen eventuell anders reagiert hätten. Aber das war und ist nicht Ziel derjenigen, die die (zugegebenermaßen geliehene) Macht über uns haben.

Wie sagte schon Thomas Jefferson:
„Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine.“

Aber was sind die Gründe dafür, dass wir überhaupt manipuliert werden müssen?

Für die Wirtschaft sind wir Menschen als Konsumenten wichtig. Ohne Konsumenten kein Geschäft. Deshalb werden auch jedes Jahr Milliarden und Abermilliarden in Werbung investiert, damit wir uns so verhalten, wie es ein „anständiger Verbraucher“ eben tun soll. Die Art und Weise, wie Werbung wirkt, ist völlig unterschiedlich. Es werden gezielt die sogenannten „niederen“ Instinkte angesprochen, denen wir alle unterliegen. Zum Beispiel (Futter)Neid, oder die (Hab)Gier. Oder aber auch Angst. All diese ursprünglichsten aller Emotionen werden in unserem Reptiliengehirn angesprochen und wir verhalten uns instinktiv, ohne dass wir uns allzu sehr dagegen wehren könnten.

NUR ALS ZITAT BILD CoverWas für die Werbung gilt, gilt auch für die sogenannten „Nachrichten“. Hier wird etwas „nachgerichtet“, damit wir uns „danach richten“. Diese Aussage von Andreas Popp spiegelt genau den Sachverhalt wider. Sämtliche Medienorgane unterliegen darüber hinaus auch den Gesetzen der Marktwirtschaft und müssen diesen gehorchen, wenn sie nicht von der Bildfläche verschwinden wollen. Wenn keine Inserate geschalten werden und niemand das Medium konsumiert, dann wird dieses zwangsläufig vom Markt verschwinden.

Deshalb müssen sich die Medienorgane bei den finanzkräftigen Kunden anbiedern, damit sie Aufträge bekommen. Es gilt auch hier wieder eine alte Weisheit – „wessen Brot ich ess‘, dessen Lied ich sing“. Oder aber auch „Schlage nie die Hand, die dich füttert“. Um das gesamte Machtgefüge zu erkennen, ist es wichtig, zu wissen, dass es eine über allem stehende „Hierarchie“ gibt, meist unsichtbar, welche ganz besondere Ziele verfolgt. Diese „Ebene“ nutzen die Medien ganz gezielt, um Ihre Meinung zu verbreiten und die Gesellschaft so zu formen, dass sie sich wie gewünscht verhält.

Das klingt im ersten Moment eigentlich recht abstrus. Dieses sogenannte „Big Picture“ – also das große Ganze zu erkennen, ist nicht einfach, da wir gewohnt sind, in Tagen oder Monaten zu denken. Diese sogenannten „Eliten“ denken jedoch in ganz anderen zeitlichen Dimensionen, in Jahren und Jahrzehnten. Hier setzt unser Gedächtnis uns einfach Grenzen, wenn wir diese Dinge nicht ganz bewusst verfolgen. Nach dem bekannten „Brot- und Spiele“-Prinzip werden wir in unserer täglichen Wahrnehmung so manipuliert, dass wir sehr langsam ablaufende Prozesse kaum mehr wahrnehmen können. Mit diesem Wissen und mit dieser menschlichen Schwäche wird ganz gezielt spekuliert und gearbeitet. Wir spüren jedoch die Veränderungen an den Symptomen, welche sich in unserem Verhalten und in bestimmten gesellschaftlichen Entwicklungen erkennen lassen.

Was tun?

Es ist eigentlich wie überall im Leben. Wenn ich einmal auf eine heiße Herdplatte gegriffen habe, dann lerne ich auf schmerzhafte Weise, was der Begriff „heiß“ bedeutet. Wenn ich nun weiß, was die Absichten dieser Interessensgruppen sind und was die uns dargebotenen Informationen bewirken sollen, dann kann ich mich bewusst dagegen entscheiden.

Wir machen einfach nicht mehr mit. Es ist ein erhabenes Gefühl, wenn man wieder lernt, sich bewusst für oder gegen etwas zu entscheiden, anstatt zu sagen – da kann man eh nichts machen.

Thomas Cassan

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