Schlagwort-Archive: Globalisierung

Offene Briefe an ORF und APA – KRASSE INFORMATIONS-UNTERDRÜCKUNG BEIM EU-AUSTRITTS-VOLKSBEGEHREN

Offener Brief an den Generalintendanten des Österreichischen Rundfunks (ORF), Hrn. Dr. Alexander WRABETZ

p.A. ORF-Zentrum, 1130 Wien, Würzburgg. 30
per E-mail sowie per eingeschriebener Briefpost vom 7. August 2015

Betrifft:
KRASSE INFORMATIONS-UNTERDRÜCKUNG BEIM
EU-AUSTRITTS-VOLKSBEGEHREN

Gesamt-Sendezeit dafür im Fernsehen: zweimal 1,2 Minuten!

Sehr geehrter Herr Generalintendant!

Viele Bürger registrierten mit Empörung die fast 100-prozentige NICHT-Information des ORF über das überparteiliche EU-Austritts-Volksbegehren und dessen öffentlicher EINTRAGUNGSWOCHE vom 24. Juni bis 1. Juli dieses Jahres. Im ORF-Fernsehen wurden in den fünfeinhalb Monaten seit der Genehmigung des Volksbegehrens durch das Innenministerium am 7. Jänner bis zur genannten Eintragungswoche insgesamt nur zweimal 1,2 Stunden ? – Nein, 1,2 MINUTEN – an „Information“ zum Volksbegehren gesendet. Und dies trotz insgesamt über die Monate verteilt zwölf (!) Pressekonferenzen des Personenkomitees mit ausführlichen Informationen und fachlich fundierten Unterlagen zum EU-Austritt, zu denen der ORF nachweislich immer eingeladen, bei nur zwei davon auch mit Kamerateam anwesend war, dabei jeweils etwa eine Stunde lang aufgenommen, aber nicht einmal das gesendet hat.

Offene Briefe an ORF und APA – KRASSE INFORMATIONS-UNTERDRÜCKUNG BEIM EU-AUSTRITTS-VOLKSBEGEHREN weiterlesen

TTIP-Resolution: So stimmten die österreichischen EU-Abgeordneten

Am Mittwoch, den 8. Juli 2015 wurde im EU-Parlament – von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt – mit 61,5% aller Stimmen die Resolution über das berüchtigte EUSA-„Freihandelsabkommen“ angenommen, trotz der bekannten, vehementen Ablehnung von Millionen Europäern. Soviel zur Mitbestimmung der Menschen in der EU.

Hier veröffentlichen wir die Namen und Abstimmungsergebnisse „unserer“ österreichischen EU-Abgeordneten. Nach Parteizugehörigkeit stimmten SPÖ, FPÖ und GRÜNE (bis auf eine Enthaltung) geschlossen gegen, ÖVP und NEOS für das TTIP. Immerhin: Wäre es also nach den Österreichern im EU-Parlament gegangen, wäre die Resolution abgelehnt worden.

An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!

= GEGEN TTIP / = FÜR TTIP

ABGEORDNETER STIMME PARTEI
Eugen FREUND SPÖ
Karin KADENBACH SPÖ
Jörg LEICHTFRIED Enthaltung SPÖ
Evelyn REGNER SPÖ
Josef WEIDENHOLZER SPÖ
Heinz K. BECKER ÖVP
Othmar KARAS ÖVP
Elisabeth KÖSTINGER ÖVP
Paul RÜBIG ÖVP
Claudia SCHMIDT ÖVP
Barbara KAPPEL FPÖ
Georg MAYER FPÖ
Franz OBERMAYER FPÖ
Harald VILIMSKY FPÖ
Ulrike LUNACEK GRÜNE
Michael REIMON GRÜNE
Monika VANA GRÜNE
Angelika MLINAR NEOS

Quelle: www.votewatch.eu

Volksbegehren EU-Austritt 2015

EU-Austritt jetzt!Die Vorarlberger Schriftzug
bedanken sich bei

261.159 Unterzeichnern des
Volksbegehrens „EU-Austritt“

Das EU-Austrittsvolksbegehren lag vom 24. Juni bis 1. Juli 2015 in allen Gemeindeämtern und Stadtmagistraten Österreichs zur Unterschrift auf. Ab einer Unterstützeranzahl von 100.000 muß ein Volksbegehren im Parlament behandelt werden.

Mit 261.159 Unterzeichnern –  das entspricht 4,12 Prozent der Wahlberechtigten – wurde die erforderliche Anzahl weit übertroffen. Die größte Zustimmung gab es in Niederösterreich mit 5,18 Prozent, die mit Abstand geringste – ein Wermutstropfen für uns – in Vorarlberg mit nur 1,67 Prozent der Wahlberechtigten.

Wäre das Volksbegehren von den Massenmedien nicht fast völlig totgeschwiegen worden, wäre die Zustimmung der Österreicher mit Sicherheit viel höher ausgefallen. Viele Menschen wussten dadurch schlicht und einfach nichts davon, das konnten wir bei unseren Unterstützungsaktionen deutlich feststellen.

Gerade deswegen sind über eine Viertelmillion Unterzeichner natürlich ein großer Erfolg – Die Vorarlberger gratulieren der Initiatorin Inge Rauscher und ihren Helfern herzlich.

EU-Austritt

www.volksbegehren-eu-austritt.at

Das Märchen vom zehnten Bauern

von Johanna Paungger-Poppe und Thomas Poppe

Es war einmal, keine tausend Meilen von hier, da lebte ein Bauer, der weithin dafür bekannt war, außergewöhnliche und ganz eigene Wege zu gehen. Gesegnet mit besonderen Fähigkeiten, mit der Gabe des Weitblicks und des Tiefblicks konnte er alle Dinge gleichsam „zusammen“ sehen – Sommer und Winter, nasse Felder und trockene Steppen, reiche Ernten und magere Jahre, Nutzpflanzen und Schädlinge. Hinter allen Gegensätzen und Widersprüchen erkannte er die Einheit, das Verbindende, den verborgenen Sinn hinter dem scheinbar Sinnlosen. „Das Glück im Unglück“ war ihm vertraute Wirklichkeit.

Sein Tun war beseelt von einer tiefen Liebe zu allem, was lebte und wuchs, was atmete und reifte. „Natur“ war für ihn nur ein anderes Wort für „Geschenke Gottes“. Das Wort „Machet Euch die Erde untertan“ hatte er stets verstanden als Aufforderung zu Miteinander und Dankbarkeit – nicht als Weisung, Mensch und Natur zu unterwerfen.

Er war stolz darauf, als Bauer leben zu dürfen, und empfand es als Geschenk, als fast unverdientes Privileg, aller harten Arbeit zum Trotz. Das Gefühl bevorzugter Behandlung durch das Schicksal bezeugte er im Alltag durch große Bescheidenheit und unaufdringliche Freundlichkeit. Er war ein Ruhepol mitten in einem unruhigen Meer, das bang darauf wartete, ob der Sturm am Horizont sich verziehen würde – oder doch nicht. Er war mit sich im Reinen.

Das Märchen vom zehnten Bauern weiterlesen

Ubuntu – eine Welt ohne Geld

Wenn wir heute etwas benötigen, um unsere Grundbedürfnisse nach Wohnen, Ernährung, Energie oder Mobilität zu befriedigen, dann kaufen wir uns das. Sofern wir die nötigen Mittel dazu haben. Wenn ich die Mittel nicht habe oder ich keinen Zugang dazu habe, dann ist es mir nur eingeschränkt möglich, selber für meine Bedürfnisse zu sorgen. Es kann verschiedene Gründe geben, warum ich keinen Zugang zu den benötigten Mitteln bekomme – z.B. weil ich entweder arbeitslos bin und deshalb auf Sozialleistungen angewiesen bin, oder weil trotz Erwerbstätigkeit aufgrund bestimmter Rahmenbedingungen mir am Ende des Tages zu wenig übrig bleibt. Vielleicht auch deshalb, weil ich durch eine schwere Krankheit an den Rand der Gesellschaft gedrängt werde.

Es gibt noch viele weitere Gründe, die es offensichtlich machen, dass es in der heutigen Gesellschaft beinahe unmöglich ist, sich ohne Geld ein Leben zu organisieren. Geld wurde geschickt so in die zwischenmenschlichen Beziehungen integriert, damit wir ohne dieses Zahlungsmittel kein Auskommen mehr finden können. Wie wäre es, wenn wir, um die materiellen Grundbedürfnisse eines Menschen zu erfüllen, gar kein Geld mehr benötigen würden? Es müsste doch möglich sein, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Menschen wieder zueinander finden, ohne das Tauschmittel Geld zu benötigen.

Ubuntu_03Es gibt eine Philosophie, die, wie der Mensch selbst, seine Wurzeln in Afrika hat. Diese Philosophie nennt sich „Ubuntu“, was soviel bedeutet wie „ich bin, weil wir sind“. Im Kern handelt es sich um eine allgemeine ethische oder humanistische Ideologie, die sich auf die Notwendigkeit der Einheit und der Abkehr von nur sich selbst nützenden Bräuchen und Praktiken beruht. All dies soll den Menschen dabei helfen, sich weiterzuentwickeln, in Frieden zu leben und vor allem erfolgreich zu sein.

Ubuntu – eine Welt ohne Geld weiterlesen

Wachstumswahn

Ich habe vor kurzem wieder mal seit längerem ferngesehen und da lief eine Diskussion im Bayrischen Fernsehen. Da saßen Wirtschaftsexperten, Kirchenvertreter und Politiker an einem Tisch und diskutierten über das Thema „Geld regiert die Welt – wer regiert das Geld?“. Seltsamerweise wurde diese Frage eigentlich dann gar nicht besprochen. Es wurden wie immer nur die gleichen Phrasen geschmettert – wir brauchen Wachstum, mehr Wettbewerbsfähigkeit und einen Abbau der Schulden.

Dieser unbeschreibliche Unsinn wird nach wie vor gepredigt, so nach dem Motto – man muss es nur oft genug wiederholen, dann wird’s schon richtig sein. Man muss ja gar nicht zu tief in die Materie Finanzsystem blicken, um zu verstehen, warum das nicht funktionieren kann – zumindest auf lange Sicht. Dieses System hat eine Halbwertszeit von 60-80 Jahren. Danach muss es zusammenkrachen, damit alles wieder auf Null gestellt werden kann. Dann beginnt das ganze wieder von neuem.

Wachstumswahn weiterlesen